IGBT

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Ein IGBT Insulated Gate Bipolar Transistor (Bipolartransistor mit isolierter Gate-Elektrode) ist ein Halbleiterbauelement, das zunehmend in der Leistungselektronik verwendet wird, da es Vorteile des Bipolartransistors (gutes Durchlassverhalten, hohe Sperrspannung, Robustheit) und Vorteile eines Feldeffekttransistors (nahezu leistungslose Ansteuerung) vereinigt. Vorteilhaft ist auch eine gewisse Robustheit gegenüber Kurzschlüssen, da der IGBT den Laststrom begrenzt.

Inhaltsverzeichnis

Funktionsweise

Aufbau eines N-Kanal IGBT's Der IGBT ist ein Vierschicht-Halbleiterbauelement, das mittels eines Gates gesteuert wird. Er besitzt ein meist homogenes hochdotiertes p-Substrat (n-Kanal-IGBT) mit einem speziell ausgebildeten p-n-Übergang auf der Rückseite. Auf dem Trägermaterial wird eine schwachdotierte n-Epitaxieschicht aufgebracht und anschließend die p-Kathodenwannen (manchmal hochdotiert) und hochdotierte n-Inseln durch Diffusion eingebracht. So entsteht eine n+pnp+-Struktur für einen n-Kanal-IGBT. P-Kanal-IGBT besitzen entsprechend eine p+npn+-Struktur.

Für die Funktion des IGBTs sind der p-n-Übergang und das Gate verantwortlich. Es entsteht eine Darlington-Schaltung aus einem n-Kanal-FET und einem pnp-Transistor.

An den Kollektor wird (bezogen auf den Emitter) ein positives Potential angelegt, so dass der rückseitige Übergang sich im Vorwärtsbetrieb und nicht im inversen Sperrbetrieb befindet. Der Vorwärtsbetrieb lässt sich in zwei Bereiche aufteilen: in einen Sperr- und in einen Durchlassbereich. Solange die Schwellenspannung (Gate-Emitter-Spannung, UGE) des FETs nicht erreicht ist, befindet sich der IGBT im Sperrbetrieb. Wird die Spannung UGE erhöht, gelangt der IGBT in den Durchlassbereich. Es bildet sich wie bei normalen MIS-Feldeffektransistoren unterhalb des Gates in der p-Kathodenwanne ein leitender n-Kanal aus. Dieser ermöglicht den Elektronentransport vom Emitter in die Epitaxieschicht. Da der rückseitige p-n-Übergang in Durchlassrichtung geschaltet ist, werden aus dem p+-Substrat Löcher in die Epitaxieschicht injiziert, dabei entsteht ein Elektronen-Lochplasma, das für die eigentliche Leitung sorgt. Dieses Plasma muss bei jedem Umschaltvorgang auf- bzw. abgebaut werden, wodurch höhere Schaltverluste als bei Leistungs-MOSFET entstehen. Beim Abbau dieses Plasmas kann es auch dazu kommen, das der IGBT erneut kurzzeitig durchschaltet.

NPT (Non-Punch-Through)

Bei einem NPT-IGBT wird ein dünner, schwachdotierter n-Wafer verwendet und die kollektorseitige p+ Zone wird durch Rückseitenimplantation erzeugt.

PT (Punch-Through)

Bei einem PT-IGBT wird die n+ und die n- Schicht üblicherweise mittels Epitaxie auf ein p+ Substrat aufgebaut.

Schaltzeichen

n-Kanal p-Kanal
normal leitend IGBT N Verarmung.png IGBT P Verarmung.png
normal sperrend IGBT N Anreicherung.png IGBT P Anreicherung.png

Ersatzschaltbild

IGBT Ersatzschaltbild
  • C_{GE}\;: Gate-Emitter-Kapazität
  • C_{CE}\;: Kollektor-Emitter-Kapazität
  • C_{GC}\;: Gate-Kollektor-Kapazität
  • R_G\;: interner Gatewiderstand
  • R_D\;: Driftwiderstand
  • R_W\;: lateraler Widerstand der p-Wanne

Eigenschaften

Anwendungen

Siehe auch

Weblinks

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